Heisser Herbst auf dem Bau - Bauarbeiter protestieren für 150.- mehr Lohn in Heerbrugg SG

Am Donnerstag zeigten über 30 Bauarbeiter ihren Unmut in Form einer Protestpause von 30 Minuten über die Verweigerungshaltung der Baumeister in den Verhandlungen um den neuen Gesamtarbeitsvertrag. Die Forderung ist so simpel wie gerecht, eine generelle Lohnerhöhung von 150.- für die Arbeiter im Bauhauptgewerbe.

Die erste Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und den Baumeistern ist abgeschlossen. Das Ergebnis, keines. Seit über drei Jahren verweigern die Baumeister den Bauarbeitern jegliche Lohnerhöhung. Im Gegenzug versuchen sie bei jeder Gelegenheit die Arbeitsbedingungen der Angestellten zu verschlechtern, zum Beispiel in dem sie eine Reduktion der Einstiegslöhne nach der Ausbildung fordern.

Die Schweiz befindet sich seit Jahren in einem unübertroffenem Bauboom. Die niedrigen Zinsen locken sowohl Private wie auch Unternehmen dazu in Immobilien zu investieren oder sich das lang ersehnte Eigenheim zu bauen. All dies zu Gunsten der hiesigen Bauwirtschaft. 
Die Verweigerungshaltung der Baumeister in Lohnfragen stösst insbesondere aufgrund der ausserordentlich guten wirtschaftlichen Bedingungen auf grosses Unverständnis bei den Bauarbeitern. Eine weitere Nullrunde wird nicht akzeptiert.

Wir sprechen jene Sprache, welche die Baumeister verstehen: Arbeitskampf!

Die Ostschweizer Bauarbeiter zeigen mit dieser ersten Protestpause, dass sie bereit sind für eine Lohnerhöhung von 150.- zu kämpfen. Sollten die Baumeister den Ernst der Lage nicht verstehen, müssen auch in der Ostschweiz weitere Massnahmen ergriffen werden, damit nach Jahren von Nullrunden nun endlich die verdiente Lohnerhöhung durchgesetzt werden kann.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, mobilisieren bereits jetzt Bauarbeiter aus der ganzen Schweiz zu einer Demonstration am 21. Oktober in Olten. Stellen die Baumeister in den Verhandlungen weiterhin auf stur, ist für die Bauarbeiter klar, dass es einen heissen Herbst geben muss.